
Widerstandskraft durch Naturerleben: „Natur-Resilienz“ von Maria M. Kettenring und Jasmin Schlimm-Thierjung
Widerstandskraft durch Naturerleben: „Natur-Resilienz“ von Maria M. Kettenring und Jasmin Schlimm-Thierjung
Unterstützung der körperlichen und seelischen Balance
Wenn Stress und Überforderung den Alltag bestimmen, wird Natur zur wertvollen Quelle der Erholung. Die beiden Autorinnen zeigen praxisnah, wie kleine Naturmomente zu einer echten Auszeit für Körper und Seele werden können.
Innere Stärke und Lebensfreude
In unserer modernen Welt, die von Beschleunigung, Stress und Unsicherheit geprägt ist, brauchen die Menschen körperliche und psychische Widerstandsfähigkeit, um sich nicht selbst zu verlieren. Was die Forschung seit einiger Zeit als „Resilienz“ untersucht, wird als dynamischer Prozess verstanden, bei dem Physiologie und Emotionen in Beziehung zur Umwelt reguliert werden. „Natur“ ist dabei kein romantischer Hintergrund, sondern eine ernst zu nehmende, gesundheitsförderliche Ressource.
Das Buch der beiden Gesundheits- und Naturexpertinnen Maria M. Kettenring und Jasmin Schlimm-Thierjung lädt dazu ein, diese innere Stärke mit Hilfe der Natur, mit achtsamen Ritualen und ätherischen Ölen als Lebensbegleiter zu nähren und Schritt für Schritt in den Alltag zu integrieren. „Natur-Resilienz“ führt mit leicht umsetzbaren Übungen und Impulsen zu mehr Widerstandskraft, Lebensfreude und einer achtsamen Beziehung mit der natürlichen Welt und sich selbst.
![]() Wir Menschen wissen intuitiv, dass der Aufenthalt in der Natur uns guttut. Dabei dient diese nicht als romantischer Hintergrund, sondern stellt einen aktiven Co-Regulator für unseren seelische und emotionale Balance sowie für unsere Gesundheit dar. „Natur-Resilienz“ ist dabei nicht eskapistisch, wie Dr. med. Michael Jeitler von der Berliner Charité in seinem Vorwort betont – es gehe nicht darum, sich für eine Stunde aus der Realität zu verabschieden. Vielmehr ziele der Ansatz darauf ab, Ressourcen zu aktivieren, die dann in unseren Alltag „rückkoppeln“, sei es in der Familie oder im Beruf. |
Grundlagen der Natur-Resilienz
Ursprünglich ist „Resilienz“ ein Begriff aus der Physik und leitet sich von „resilire“ (lat. für „abprallen“ oder „zurückspringen“) ab. Resilienz steht allgemein für die Anpassungsfähigkeit an Veränderungen. In den letzten Jahrzehnten hat diese sich vor allem in der Psychologie und ihrer praktischen Anwendung durchgesetzt. Dabei geht es darum, wie Menschen trotz Krisen, schwerer Lebensumstände oder belastender Situationen seelisch gesund bleiben können.
Resilienz ist die Fähigkeit, gelassener auf Stress auslösende Reize zu reagieren, und funktioniert wie ein mentales Immunsystem gegenüber den Einflüssen, die auf Dauer krank machen können. Denn im Organismus führen unbewältigte psychische Belastungen zu einem chronischen Stresssyndrom, das alle körperlichen Funktionen beeinflusst. Dabei können Beschwerden wie beispielsweise Herz-Kreislauf-Krankheiten entstehen.
Ein bekanntes Bild für Resilienz ist der Baum: Sie wächst aus starken Wurzeln, einem stabilen Stamm und einer weit entfalteten Krone. Naturerfahrungen – ob durch Achtsamkeit, Bewegung oder Klimaeinflüsse – sind wertvolle Trainingsfelder. Sie fördern Körper, Geist und Seele gleichermaßen und helfen dabei, innerlich widerstandsfähiger zu werden.
![]() Die inspirierenden „Duftporträts“ von Maria M. Kettenring stellen die Bedeutung und die Anwendungsmöglichkeiten bewährter ätherischer Öle vor. Das Öl des Ingwers etwa wirkt ausgleichend, nervenstärkend, erdend, beruhigend und zugleich belebend; es vermittelt Wärme, Geborgenheit und seelische Stabilität. Im Ayurveda und in der Traditionellen Chinesischen Medizin gilt Ingwer seit Jahrtausenden als universelles Heilmittel zur Harmonisierung von Körper und Geist. Ingweröl lindert nicht nur Verdauungsbeschwerden auf körperlicher Ebene – auch bei „seelischem Bauchweh“, wenn uns Stress, Sorgen oder emotionale Belastungen auf den Magen schlagen, entfaltet es seine heilsame Wirkung. |
Übungen und Impulse zur Natur-Resilienz
Die Natur selbst gilt als ein Meister der Resilienz, da sie sich nach Störungen stets schrittweise erholt und an neue Gegebenheiten anpasst. Daher bieten Naturressourcen eine wertvolle Unterstützung, um das eigene Verhalten für das Wohlbefinden zu optimieren, Handlungsoptionen für zukünftige Lebensherausforderungen zu erweitern und eine neue Achtsamkeit für uns selbst zu entwickeln. Die Natur zu beobachten, ihr mit Neugier und Entdeckergeist zu begegnen und Analogien zu bilden, bietet die Möglichkeit, Anregungen für die eigene Lebensgestaltung zu finden.
Beim Aufenthalt in der Natur wird das Immunsystem durch Terpene gestärkt, Atemwege werden entlastet und der Körper mit sauerstoffreicher Luft versorgt. Weiterhin wird die Produktion von Vitamin D aktiviert und von Hormonen wie Melatonin und körpereigenen Botenstoffen wie Adrenalin oder Dopamin positiv beeinflusst. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass Menschen, die regelmäßig Zeit im Freien verbringen, eine gesteigerte Lebenszufriedenheit aufweisen. Insbesondere lange Aufenthalte in natürlichen Umgebungen können helfen, chronischen Stress zu reduzieren und das allgemeine Wohlbefinden nachhaltig zu verbessern.
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Maria M. Kettenring |
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