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Alleskönnerin und Allheilmittel Schafgarbe

Alleskönnerin und Allheilmittel Schafgarbe

Artikel: Alleskönnerin und Allheilmittel Schafgarbe

Alleskönnerin und Allheilmittel Schafgarbe

Der Kompakt-Ratgeber von Barbara Simonsohn präsentiert Rezepte und Anwendungen für Gesundheit, Küche und Schönheit

Die Arzneipflanze des Jahres 2025 ist ein wahrer Tausendsassa unter den heimischen Superfoods. Mit ihrem beeindruckenden Wirkungsspektrum gilt die Schafgarbe seit der Antike als vielfältige Unterstützerin für inneres wie äußeres Wohlbefinden.

Eine der vielseitigsten Heilpflanzen überhaupt

Barbara Simonsohn hat schon viele Bücher über heimische „Superfoods“ geschrieben. Doch die Schafgarbe übertrifft für sie „alle Pflanzen, mit denen ich mich bisher beschäftigt habe, an Vielseitigkeit und Wirksamkeit“. Ihr Name leitet sich vom altdeutschen Wort „garwe“ ab, was „gesund machen“ bedeutet. Aber auch andere volkstümliche Namen wie „Gotteskraut“ oder „Frauendank“ bringen die Bedeutung und Vielseitigkeit dieser Heilpflanze gut zum Ausdruck.

Alle oberirdischen Teile der Pflanze – Blätter, Blüten und Stängel – können für Gesundheit und Wohlbefinden genutzt werden: in Form von Tees, Frischsäften, Tinkturen, Ölauszügen, Homöopathika, Cremes und Salben oder auch frisch gepflückt als Erste Hilfe bei Wunden und Insektenstichen. Da die Schafgarbe fast überall und reichlich wächst, ist es, als würde die Pflanze sagen wollen: „Greift zu, ich kann euch Menschen und Tieren helfen, gesund zu werden und zu bleiben.“

Wissenschaft bestätigt Wirksamkeit

Von der antiken über die europäische und amerikanische Volksmedizin bis hin zur Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird das vielfältige Wirkungsspektrum der Schafgarbe seit Jahrtausenden intensiv genutzt. Nach und nach bestätigt auch die moderne Wissenschaft durch Studien, was Kulturen aus aller Welt intuitiv über die Wirkungsweise wussten. Eine Studie ergab, dass Schafgarbe einen zu hohen Blutdruck senkt und die Gefäße entspannt. Ein Schafgarbenextrakt sorgte in weiteren Untersuchungen für eine Verbesserung der Blutfettwerte und zeigte eine herzschützende und -regenerierende Wirkung. Der gefäßerweiternde Effekt von Schafgarbe kommt auch Asthma-Patienten zugute und unterstützt die Schlaganfall-Prophylaxe. In der Schafgarbe befinden sich zahlreiche stresslindernde Inhaltsstoffe; dazu enthält sie durchblutungsfördernde Stoffe und zahlreiche entzündungshemmende Substanzen, von denen das Herz profitiert.

 
Schafgarbenöl – das nach Barbara Simonsohns Anleitung ganz leicht selbst angesetzt werden kann – hilft unter anderem bei Menstruations- und Verdauungsbeschwerden. Ätherisches Schafgarbenöl, das aufgrund seines Gehalts an Chamazulen oft eine tiefblaue Farbe hat, wird für seine krampflösenden und entzündungshemmenden Eigenschaften geschätzt und gern für Hautpflegeprodukte verwendet. Zunehmend gewinnt es auch an Bedeutung in der Aromatherapie, weil es seelisch stabilisierend wirkt, Melancholie vertreibt und übererregte Gefühlszustände ausgleicht.

Zum Thema Schafgarbe und Diabetes liegen zahlreiche Erfahrungsberichte aus der Volksmedizin weltweit vor, aber auch jede Menge Studien am Tiermodell und auch bereits Humanstudien. Angesichts der überwältigen Datenlage kann man die Schafgarbe ohne Zögern als eine der am stärksten wirkenden Anti-Diabetes-Pflanzen überhaupt betrachten.

Wohltäterin für Heilung und Pflege der Haut

Schafgarbe wird seit jeher als Wundheilmittel, bei Insektenstichen und für andere Hautprobleme eingesetzt. Man findet Schafgarbe daher in zahlreichen kosmetischen Produkten. Extrakte und das ätherische Öl werden beruhigenden und regenerierenden Gesichtsmasken, Gesichtscremes, Lotionen, Shampoos, Zahncreme und Ähnlichem zugesetzt, und es gibt auch Badezusätze auf Schafgarbenbasis.

Das ätherische Öl der Schafgarbe wird erfolgreich eingesetzt bei Hautentzündungen und als Schutz vor und zur Behandlung von Sonnenbrand. Schafgarbenextrakte haben sich dank der antibakteriellen Wirkung auch als natürliches Mittel bewährt, um Kosmetika und Hautpflegemittel haltbarer zu machen. Wissenschaftler empfehlen, Hautschutzpräparate auf der Basis von Schafgarbe zu entwickeln, um Hauterkrankungen sowie verfrühten Alterungsprozessen vorzubeugen.

 
Während konventionell angebautes Obst und Gemüse immer weniger Vitalstoffe enthalten, helfen uns Wildkräuter wie die Schafgarbe, gesund zu werden und zu bleiben; viele ihrer wertvollen Inhaltsstoffe wirken synergetisch zusammen, d. h. sie verstärken sich gegenseitig.

Aber auch was den Vitalstoffbedarf betrifft, ist man mit Schafgarbe und anderen essbaren Wildpflanzen auf der sicheren Seite. Mit ihrem herb-würzigen Geschmack hat sie in der Küche ihren verdienten Platz, denn alle oberirdischen Pflanzenteile kann man verwenden. Sie peppt Wildkräuteraufstriche und Salate auf, eignet sich aber auch für Tomatensoßen. „Lecker ist klein geschnittene Schafgarbe auch in Salsa und Gazpacho“, empfiehlt Simonsohn.

Barbara Simonsohn
Die Schafgarbe. Alleskönnerin unter den Heilpflanzen
Rezepte und Anwendungen für Gesundheit, Küche und Schönheit. Kompakt-Ratgeber Mankau Verlag, 1. Auflage Sept. 2025
Klappenbroschur, farbig, 11,5 × 16,5 cm, 159 S.
ISBN 978-3-86374-778-7 12,00 Euro (D) | 12,40 Euro (A)
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