
Das Trainingstagebuch für Frauen verbindet Bewegung, Zykluswissen, Regeneration und Selbstreflexion
Artikel: Das Trainingstagebuch für Frauen verbindet Bewegung, Zykluswissen, Regeneration und Selbstreflexion
Das Trainingstagebuch für Frauen verbindet Bewegung, Zykluswissen, Regeneration und Selbstreflexion
Der handliche Begleiter für hormongesundes Training
Als Ergänzung zu ihrem erfolgreichen Ratgeber „Frauen trainieren anders“ hat die Sportwissenschaftlerin und Lauftrainerin Tabea Lorch ein übersichtliches Trainingstagebuch für Frauen entwickelt: „Frauen trainieren anders. Dein Trainingstagebuch“. Es bietet hilfreiche Tipps und Reflexionen, um Wissen über den weiblichen Zyklus mit frauenspezifischer Fitness zu verknüpfen.
Raum zum Beobachten, Verstehen und Wachsen
Tabea Lorch begleitet als Female Performance Coach seit einigen Jahren Frauen in allen Lebenslagen durch die täglichen Herausforderungen des strukturierten Trainings. Dabei stellt sie immer wieder fest: Sportbegeisterte Frauen sind häufig ehrgeizig, diszipliniert und erfolgreich – Eigenschaften, die ihnen helfen, sich in einer leistungsorientierten Gesellschaft zu behaupten. Diese „Strebsamkeit“ führt allerdings auch dazu, dass sie nie wirklich zufrieden sind. Ihr Trainingstagebuch soll deshalb nicht das nächste To-do, sondern vielmehr eine Einladung sein, „wirklich einzuchecken und hinzuhören, was dein Körper dir sagen möchte“.
Ein regelmäßiger und beschwerdefreier Zyklus dient dabei als Maßstab, um festzustellen, „welche Veränderungen im Training, wie viel Regeneration und welche Ernährung dein Körper braucht, ohne zusätzlich Druck aufzubauen“. Statt starrer Pläne und Leistungsdruck bietet das Trainingstagebuch Raum zum Beobachten, Verstehen und Wachsen – im eigenen Tempo und im Einklang mit dem Körper. Innerhalb von drei Monaten bzw. 90 Tagen werden Energielevel, Zyklusphase, Schlaf und Stimmung dokumentiert, um Zyklus und Training sinnvoll zu verbinden.
![]() Klar gesagt: Es geht nicht darum, „dich noch schneller noch weiter zu bringen.“ Tabea sieht ihr Trainingstagebuch als Einladung, deinen Körper zu verstehen und ihm das zu geben, was er benötigt, um energiereich in den Tag und in dein Training zu starten. „Es wird dir dabei helfen, langfristige Erfolge zu sehen“, verspricht sie. „Fortschritt bedeutet für mich nicht, wie sehr du im Training performst, sondern zielt eher auf die Frage ab: Geht es deinem Körper gut?“ |
Eine andere Art Training
Im Sport fehlt es nach Tabea Lorchs Meinung noch immer an einem Grundverständnis dafür, dass Frauen nicht nur hormonell anders zu betrachten sind, sondern dass es diesbezüglich auch Trainingsanpassungen braucht. Zudem mangele es an einer Akzeptanz, dass Frauenkörper anders konstituiert sind und damit im Training anders auf Trainingsreize reagieren.
In ihrem Buch „Frauen trainieren anders“ (2025), das inzwischen in zweiter Auflage vorliegt, erklärte sie die physiologischen und hormonellen Unterschiede im Detail und zeigte für jede Lebensphase, wie das Training entsprechend angepasst werden kann. Zyklusbasiertes Training sei eine wundervolle Art, sich mit dem eigenen Körper auseinanderzusetzen und ihm „liebevolle Ernsthaftigkeit“ entgegenzubringen. Dem sollte aber ein Training zugrunde liegen, welches sich durch Kontinuität und einem guten Mix aus Ausdauer und Kraft auszeichnet.
Für ein gutes Training ist es ihrer Erfahrung nach unumgänglich, dass neben einzelnen Ruhetagen auch ganze Wochen zur Regeneration genutzt werden. In diesen Wochen hat der Körper Zeit für notwendige Anpassungsprozesse und mögliche „Reparaturen“.
![]() Die hormonellen Dynamiken des weiblichen Organismus wurden bislang in Sport und Sportwissenschaft kaum berücksichtigt. Nicht nur das: Viele sportliche Frauen meinen, dass Zyklusbeschwerden und -störungen „normal“ sind, und nehmen sie einfach in Kauf. Was ist, wenn ein Umdenken unsere wahre Stärke entfesseln könnte? Der größte Hebel für deinen Trainingserfolg: die Hormongesundheit – sie macht deinen Körper leistungsfähig und zeigt sich in einem regelmäßigen, beschwerdefreien Zyklus. |
Der Zyklus als Kompass
Ein Körper, der täglich mit allem versorgt ist, ist leistungsfähig – und das sieht man an einem regelmäßigen, beschwerdefreien Zyklus. Viele Frauen merken erst, dass sie sich im Training übernommen haben, wenn ihr Zyklus Beschwerden verursacht. Die unterschiedlichen Zyklusstörungen liefern einen Anhaltspunkt, wieso der Zyklus vielleicht gerade streikt. Ähnlich, wie aufgrund einer erhöhten oder verringerten Herzfrequenz-Variabilität darauf geschlossen wird, dass die Regeneration durch zu viel Training, zu wenig Erholung oder einen sich anbahnenden Infekt gestört ist, können die Symptome des Menstruationszyklus dazu dienen herauszufinden, was beim Training besonders gut gelaufen ist und was verbesserungswürdig erscheint. Zyklus- oder Hormonstörungen sind oft ein Zeichen des Körpers, dass er aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Es geht nicht darum, den Körper durch Hormongesundheit immer weiter zu optimieren. Viel eher ist Hormongesundheit, wenn sie einmal verstanden und etabliert ist, ein einfaches Tool, um immer wieder daran zu erinnern, was im Alltag und im Training wirklich wichtig ist.
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Frauen trainieren anders. Dein Trainingstagebuch Mankau Verlag, 1. Auflage Oktober 2026 Klappenbroschur, farbig, 11,5 × 16,5 cm ISBN 978-3-86374-811-1 12,00 Euro (D) | 12,40 Euro (A) Mehr zum Buch → |
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